Nackt und nass und manchmal quakt´s

Großaufnahme eines Frosches
Foto: W. Willner

Wer kennt sie nicht, diese Verwandlungskünstler: Sowohl im Wasser als auch an Land sind sie zu Hause, und manche machen sich durch lautes Quaken bemerkbar.

Frösche, Kröten und Unken, Molche und Salamander gehören zur faszinierenden Welt der Amphibien, auch Lurche genannt. Insgesamt gibt es 21 heimische Arten.

Vor allem während der Laichzeiten sind die Lurche in Gefahr: Jedes Jahr werden Tausende Kröten und Frösche während ihrer Wanderungen Opfer des Straßenverkehrs.

Aber nicht nur der Verkehr bedroht die Amphibien: Noch problematischer ist die Zerstörung von Lebensräumen und Laichgewässern und die zunehmend eintönige Landschaft. Denn die Lurche können langfristig nur überleben, wenn ihre Lebensräume erhalten bleiben. Der Alpen-Kammmolch und die Rotbauchunke sind unmittelbar vom Aussterben bedroht, mancherorts sogar schon verschwunden. Viele andere Populationen sind bedenklich zurückgegangen. Wie stark die verschiedenen Arten bedroht sind, belegt die Rote Liste.

Fotos vom Krötenzaun Clusterplatz Walsrode in Dreikronen/Fulde

31.03.2016

Momentan ist einiges los an unserem Krötenzaun am Clusterplatz Walsrode. Fleissige Helfer bringen morgens und abends Kröten und Molche sicher über die Straße. Dass diese Arbeit notwendig ist, dokumentieren beeindruckende Fotos von dort, die uns freundlicherweise von Guido Walther zur Verfügung gestellt wurden. Sie zeigen Kröten, die es sicher ins Laichgewässer geschafft haben, dokumentieren aber auch die Notwendigkeit von unserem Krötenzaun zum Schutz der Kröten vor dem Straßenverkehr.

Amphibienschutzzäune aufgebaut – Kröten und Co. stehen in den Startlöchern

07.03.2016

In Soltau, Schneverdingen und Walsrode haben Mitglieder des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.) an besonders von Kröten und Fröschen frequentierten Übergängen wieder Amphibienschutzzäune aufgestellt. Mehr als 1.600 Tiere – überwiegend Erdkröten -  wurden in den vergangenen zwei Jahren jeweils von den ehrenamtlichen Helfern am Verbindungsweg zwischen Fulde und Dreikronen aus den Fangeimern entnommen und sicher über die Straße gebracht. Ihr Ziel ist das Laichgewässer auf dem Gelände der ExxonMobile. Die abgezäunten Strecken mit den Fangeimern müssen mindestens zwei Mal täglich kontrolliert werden. Das ist auch der Grund, warum nicht auch an anderen Straßen, wo ebenfalls starke Wanderbewegungen und entsprechend viele Verkehrsopfer zu beobachten sind, Zäune aufgestellt werden. „Es fehlt uns für weitere Zäune einfach an tatkräftigen Helfern, die bereit sind über Wochen jeden Abend und Morgen die Fangeimer zu leeren“, erläutert Sigrid Ahlert von der Walsroder BUND-Ortsgruppe.

Zum Wochenende sollen die Temperaturen ansteigen, bei entsprechend feuchter Witterung wird die Wanderung dann schlagartig losgehen. Die Autofahrer werden gebeten an den kommenden Abenden und Nächten besonders vorsichtig zu fahren, um die Tiere, die trotz Zaun auf der Straße laufen, aber auch die Helfer nicht zu gefährden.

Betreuung Amphibienzaun durch BUND Ortsgruppe Walsrode

Die Ortsgruppe Walsrode betreut einen Amphibienzaun am Clusterplatz Walsrode in Dreikronen / Fulde. Ein aktiver Beitrag der BUND Ortsgruppe Walsrode zum Artenschutz. Wir bedanken uns bei allen Helfern ganz herzlich.

Die Sammelergebnisse für die Jahre 2014 bis 2017  finden Sie in der Schutzzaundatenbank unter www.amphibienschutz.de/zaun/zaun_index.html detailliert nach Arten gelistet.

Weitere Amphibienzäune im Heidekreis, die durch Mitglieder des BUND betreut werden

In der Schutzdatenbank finden sich auch noch weitere, schon sehr langjährig durch ehrenamtliche Arbeit kontinuierlich auch von Mitgliedern des BUND betreute Krötenzäune in Soltau Leitzingen (seit 1986) und am Camp Reinsehlen (seit 1991).

Die langjährigen Sammelergebnisse detailliert nach Arten finden Sie hier:  www.amphibienschutz.de/zaun/zaun_index.html.



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Lesetipp BUND Heidekreis:

movum – Briefe zur Transformation:

Die Umweltorganisationen BUND, Deutsche Umweltstiftung, EuroNatur, FÖS und NaturFreunde  wollen aus der ökologischen Sicht gesellschaftspolitische Zusammenhänge deutlich machen und die Perspektive einer sozialökologischen Transformation aufzeigen.

Zum Nachdenken

" In der heutigen Welt hält man Zügellosigkeit für Freiheit."

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij (1821 - 1881), russischer Romanautor

Wer hat Lust zu aktiver Naturschutzarbeit?